Umgang mit sozialen Medien

(aus: Gaming für Studium und Beruf, Martin Lorber, Thomas Schutz)

1. Ausgangslage

Eltern machen sich heute zu Recht viele Gedanken zum Umgang mit sozialen Medien. Die Angst, dass die Computerspiele süchtig machen, dass die Kinder ihre sozialen Begegnungen nur noch im Internet pflegen und das Handy ihnen den Schlaf raubt, ist gross. Oft wissen die Kinder besser Bescheid über die diversen sozialen Medien als die Eltern. Die Kinder sind die Experten und die Eltern müssen von den Kindern lernen, was eigentlich nicht natürlich ist.Die beste Art mit Angst umzugehen, ist, sich zu informieren. Eltern müssen sich mit Medien wie Computergames, Facebook, Twitter und Co. auseinandersetzen.

 

2. Probleme der sozialen Medien

  • Ein Problem ist, dass die sozialen Medien die Verbundenheit zu ersetzen versuchen, welche wir Menschen eigentlich untereinander hätten. Um diesen Zustand der Verbundenheit wieder empfinden zu können, brauchen wir heute viele Facebook-Freunde, Followers und natürlich sehr viele „Likes“.
  • Jugendlichen haben in den Chats kein echtes Gegenüber mehr, dem sie in die Augen blicken müssen. So sehen sie nicht, was ihre Kommentare anrichten. Der Umgangston in den sozialen Medien ist oft sehr rüde und verletzend.
  • Die Jugendlichen verbringen sehr viel Zeit in den sozialen Medien, und wir wissen oft nicht, was sie da tun. Trainieren sie da auch Kompetenzen oder schlagen sie sich die Zeit tot?

 

3. Drei Generationen

  • Die Generation X: 1965 bis 1980. Diese Generation ist mit Fernseher, Taschenrechner, Walkman und MTV aufgewachsen.
  • Die Generation Y: 1980 bis 1995. Diese Generation ist mit PC, Laptops, Internet und den ersten Mobiltelefonen aufgewachsen.
  • Die Generation Z: 1995 bis 2010. Diese Generation ist mit einer Vielfalt von mobiler, internetfähiger Endgeräte, mit Google, Facbook, Twitter und Co. aufgewachsen.

„Nutzte die Generation Y in ihrer Kindheit und Jugend noch zwei Bildschirme, gehören für die Generation Z vier bis fünf zum Alltag. “ (Gaming für Studium und Beruf, S. 14, Martin Lorber und Thomas Schutz)

 

4. Wie sollen Eltern ihre Kinder begleiten?

  1. Ich empfehle Eltern, sich unvoreingenommen auf diese digitale Welt einzulassen und den Umgang mit den sozialen Medien zu trainieren. Jeder Elternteil sollte, auch wenn nur für kurze Zeit, einen Facebookaccount besitzen und sich damit befassen. Auch mal lustvoll zu gamen, kann zum Verständnis beitragen.
  2. Es ist sinnvoll, mit den Kindern zusammen ihre Lieblingsgames zu spielen.
  3. Eltern sollten aber immer auch Freizeitalternativen anbieten und die Freizeitgestaltung aktiv begleiten.
  4. Eltern sollten gute Vorbilder sein und den Kindern zeigen, wie sie selber konstruktiv mit den sozialen Medien umgehen. Sie lassen sich beispielsweise nicht von E-Mails die Tagesstruktur diktieren oder den Urlaub füllen.
  5. Kinder sollen wahrnehmen können, dass sich ihre Eltern für ihre Lieblingsgames interessieren.
  6. Bei der Auswahl von Spielen sollte die Altersangabe berücksichtigt werden. Achtung! Gerade Browserspiele haben keine Altersangabepflicht.
  7. Bis zur Pubertät sollten die Kinder nicht länger als 30 Minuten pro Tag mit den sozialen Medien beschäftigt sein. Ab der Pubertät tut man gut daran, mit den Kindern zusammen ein wöchentliches Zeitguthaben zu bestimmen.

www.spielbar.de

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