Hallo, Freilerner und Homeschooler in der Schweiz!

Habt ihr auch das Gefühl, dass es euch gar nicht gibt? Nun sind alle Schulkinder der Schweiz plötzlich Homeschooler, und in keiner Zeitung oder Sendung habe ich ein Wort über die Freilerner gelesen oder gehört. Freilerner praktizieren mit ihren Kindern ein völlig anderes Lernmodell, welches sich sehr bewährt. Das beweisen die bereits erwachsenen Freilerner. Warum also schauen die Behörden, die Lehrer, die Pädagogische Hochschule und die Eltern jetzt nicht auf diese fortgeschrittenen Familien?

Was wir im Moment erleben ist dasselbe in Grün. Die Kinder werden zuhause beschult, wie wenn sie in der Schule wären. Das übt einen ungeheuren Druck auf die Eltern, Lehrerinnen und nicht zuletzt auf die Kinder aus. Auch in den Weiterbildungen wird ein analoges Bildungsmodell in höchster Eile einfach in ein digitales umgewandelt, was dem menschlichen Lernen in keiner Art und Weise entspricht und alle Beteiligten in Stress versetzt. Wäre ein Innehalten nicht sinnvoller und würde sich in der Zukunft auszahlen?


Stellt euch vor, die Eltern hätten die Zeit jetzt genutzt, um einfach mit ihren Kindern zusammen zu sein, die Bindung zu pflegen, viele schöne Dinge zusammen zu machen und zu entdecken. Sein und nicht müssen! Was für eine Entspannung wäre da möglich gewesen. Das plastische Gehirn der Kinder hätte den „verlorenen “ Schulstoff später assimiliert. Was Kinder in der völlig freien Zeit mit ihren wichtigsten Bezugspersonen in dieser speziellen Situation gelernt hätten, werden wir jetzt nicht erfahren.

Es gibt da aber eine recht grosse Gruppe von Menschen, die neue Lernmodelle schon seit Jahren ausüben und grossen Erfolg damit haben. Diese werden zunehmend von den Behörden schikaniert und bekommen Jahr für Jahr mehr Auflagen. Das Freilernen, das den Kindern gerade eine neue, sehr erfolgreiche Art des Lernens ermöglicht, wird verboten. Trotzdem sind viele mutige Familien Freilernfamilien, deren Engagement später, wenn die Kinder Erwachsene im Berufsleben sind, reich belohnt werden wird.

Leider rechne ich damit, dass sich die Behörden nach Corona wieder auf die tapferen Familien einschiessen und die Auflagen weiter zunehmen werden. Denn da wird eine Angst dasein, dass vielleicht noch weiter Familien Gefallen am Freilernen gefunden haben. Und diesen Gefallen werden die Behörden mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzudämmen versuchen.

Dass Behörden rational reagieren ist leider nicht der Fall. Wenn in einem Kanton plötzlich immer mehr Familien ihre Kinder aus der Schule nehmen oder erst gar nicht schicken, wäre die logische Reaktion darauf, zu untersuchen, warum das so ist. Auch wäre es logisch, die Familien in ihren Bestrebungen zu unterstützen. Die Behörden reagieren aber auf die Zunahme des Freilernens mit Restriktion und vermehrten Auflagen.
Und das ist unlogisch, oder?!

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