Liebe Leserinnen und Leser

Wenn wir auf die Ereignisse auf der Welt zurückblicken, die das Jahr 2016 uns gebracht hat, dann sind wir nicht zuversichtlich. Terror in Europa, Despoten und Machtbesessene an Regierungsspitzen und aufkeimender Nationalismus beunruhigen uns. Dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, spüren auch wir. Wir fragen uns, wie die Geldverteilung sein wird, wenn unsere Kinder oder Grosskinder erwachsenen sein werden. Wir wissen, dass die Verteilungskämpfe härter werden. Dies generiert Sorgen und wir machen uns vielleicht vermehrt Gedanken um die Zukunft unserer Kinder.

Wir spüren und sehen, dass sich die Menschen von einander trennen, abschotten und sich misstrauisch begegnen. Es werden nicht nur im Aussen, sondern auch im Innern Mauern und Schranken errichtet, aus lauter Angst und Sorgen. Diese werden von Politikern und den Medien zusätzlich geschürt.

Dabei vergessen wir, dass wir Menschen uns sehr zugetan wären. Dass wir miteinander verbunden sind und uns, auch ohne religiösen Hintergrund, als Schwestern und Brüder im Geist empfinden. Diese Empfindung wird jedoch immer mehr verdrängt von unseren Ängsten, die uns glauben machen, dass die anderen uns etwas wegnehmen wollen. Wir haben uns aus unserem inneren Paradies entfernt und betrachten den anderen Mensch als Feind und Bedrohung. Wir treten zu allem und jedem in Konkurrenz. Das haben wir sehr früh gelernt. Schon im Kindergarten und spätestens in der Schule werden wir und unser Tun bewertet und mit dem der anderen verglichen. Jeder Spiel- und Schulkamerad wird zum Konkurrenten.

Dies waren jetzt keine ermutigenden Worte zum neuen Jahr! Ich hole sie jetzt noch nach:

Wenn Ihr auf diese Webseite gelangt seid und diesen Blog lest, bedeutet das, dass Ihr einen anderen Umgang mit Euren Kindern sucht, als der in dieser Gesellschaft übliche. Ihr möchtet eure Kinder nicht zu Konkurrenten und Konsumenten erziehen. Ihr spürt, dass Ihr die Bindung zu Euren Kindern empfinden möchtet und nicht die Trennung. Und Ihr seid auf dem Weg, diese Verbundenheit aufrecht zu erhalten oder sie wieder neu herzustellen. Und wenn Ihr das bei Euren eigenen Kindern, die ja hervorragende Lehrmeister sind, gelernt habt, dann wird es leichter werden, diese Verbundenheit auf auch andere Menschen zu übertragen.

Ich bin davon überzeugt, dass die Welt nur so besser werden kann! Wenn die Eltern lernen, die tiefe Bindung zu ihren Kinder nicht zu zerstören, sondern sie ein Leben lang zu pflegen und zu hegen. Kinder, welche wahrhaftig geliebt und deren Empfindungen geschützt werden, deren Wesen vorbehaltlos willkommen ist und auf deren Bedürfnisse acht gegeben wird, Kinder, die nicht erzogen, sondern begleitet werden, werden diese Qualitäten weitergeben wollen.

Ich wünsche Euch allen ein frohes neues Jahr!

Eure Monika

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