5 Tipps, um mit gelangweilten Kindern umgehen zu können

Wie können Eltern helfen, wenn sich ihr Kind langweilt

  1. Die Langweile des Kindes aushalten, bedeutet, die eigene Langweile aushalten zu können.
    Mach dir bewusst, wie du selber zur Langweile stehst, wie du sie empfindest und ob du sie erträgst.
  2. Sei dir bewusst, dass Langweile gesund für das Gehirn und die Entwicklung des Kindes ist.
  3. Sollte die Langweile über eine längere Zeit anhalten, empfehle ich Folgendes:
    Versuch herauszufinden, welches das momentane Entwicklungsbedürfnis deines Kindes ist. Was braucht es im Moment? Findet es das Material, die Informationen, die Anregung, die Zuwendung, die es zur Zeit braucht? Kannst du dafür sorgen, dass es alles bekommt, um sein momentanes Entwicklungsbedürfnis erfüllen zu können.
  4. Wenn ein Kind den ganzen Morgen jammert, dass es ihm langweilig sei und du das nicht mehr aushaltest, kannst du dem Kind Folgendes sagen: „Ich mache dir jetzt drei Vorschläge, was du tun kannst und du musst einen der drei Vorschläge annehmen.“
    In den meisten Fällen verzichtet das Kind auf deine drei Vorschläge, weil es sich ja verpflichten müsste, einen davon auszuwählen und diesen dann auch zu erfüllen. Meistens kommt den Kindern dann lieber selber etwas in den Sinn.

Gerne begründe ich dieses Vorgehen, damit es nicht aussieht wie ein pädagogischer Trick:

Kinder merken schnell, dass man sich mit ihnen beschäftigt, wenn sie vor Langweile jammernd Vorschläge abholen kommen. Natürlich haben sie dann keine Lust, die Vorschläge anzunehmen, da es interessanter ist, die Zuwendung der Mutter oder des Vaters zu bekommen. Indem du zwar bereit bist, Vorschläge zu machen, aber nicht ad absurdum, lernt das Kind, dass du dieses „Beschäftigungsspiel“ nicht mitmachst, sein Bedürfnis nach einem Vorschlag jedoch ernst nimmst.

  1. Und zum Schluss: Halt die Langweile deines Kindes aus, verurteile sie nicht, gib deinem Kind zu verstehen, dass du weisst, wie es ihm geht. Drück es auch mit Worten aus („das ist ein unangenehmes Gefühl, gell. Das kenne ich auch.“) Begleite es in dieser Situation. Dein Kind kann dadurch viel lernen.

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